Bürgerbeteiligung: Mobilisierung bei Nebenwahlen

Kommunale Politik braucht direkten Kontakt – Feldexperiment der Mainzer Uni vorgestellt

Anlässlich der Kommunalwahl 2014 hat der Bereich "Empirische Politikforschung" der Johannes Gutenberg-Universität Mainz das Projekt “Mobilisierung bei Nebenwahlen: Ein Feldexperiment zu Mobilisierungspotenzialen von Wahlkämpfen anlässlich der Kommunalwahl 2014 in Rheinland-Pfalz” realisiert.

Die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. hat das Feldexperiment unterstützt, um mehr zu erfolgversprechenden Kommunikationswegen in Kommunen zu erfahren. 

Für die Entwicklungsagentur stand dabei im Vordergrund, ob und welche Wege es gibt, um einerseits dem Wunsch nach „mehr Bürgerbeteiligung“ zu folgen und anderseits Auswege aus sinkenden Beteiligungen am kommunalen Geschehen zu finden.

Der Projektbericht kann hier heruntergeladen werden.

Zusammenfassung des Berichts

Im Vorfeld der Kommunalwahl 2014 in Mainz wurde ein Feldexperiment zur Untersuchung der Effektivität aufsuchender Mobilisierungsverfahren im Wahlkampf durchgeführt. Speziell ging es dabei um das Instrument des Haustürbesuchs, dem zwar aufgrund von einzelnen Erfahrungen aus der Praxis ein gewisser Erfolg bei der Mobilisierung zugeschrieben wird, welcher aber bis dahin für Deutschland empirisch nicht belegt war. Mithilfe unterschiedlicher mobilisierender Maßnahmen (Haustürbesuche versus Flyer) in verschiedenen Variationen hinsichtlich der inhaltlichen Botschaft und der Kontakthäufigkeit wurde in Mainz in 28 zufällig ausgewählten Stimmbezirken untersucht, inwiefern sich diese Instrumente auf die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2014 in diesen ausgewählten Stimmbezirken auswirkten. Die Studie wurde durch eine Bevölkerungsbefragung abgerundet. 

Der Bericht skizziert die Idee und die Hintergründe des universitären Forschungsprojekts sowie seinen Aufbau und seine Durchführung und dokumentiert die Ergebnisse des Projekts.

Das Feldexperiment zeigt: persönliche, aktive und aufsuchende Kontakte können das - kurzfristige - Interesse bzw. die Beteiligung von Bürgern an kommunalen Entscheidungsprozessen erhöhen.