Leerstand: Leerstandsrisiko-Rechner: Meine Gemeinde 2035

Die internet-basierte Anwendung ist kostenlos unter http://www.leerstandsrisikorechner-rlp.de verfügbar.

Der demografische Wandel wird die Nachfrage nach kommunalen Infrastrukturen und Dienstleistungen in Rheinland-Pfalz verändern.

Was genau kommt diesbezüglich auf die Kommunen zu? Was bedeuten ein Rückgang von Einwohnern und eine immer älter werdende Bevölkerung für Schulen, Kindergärten, Einzelhandelsflächen oder Altersheime? Welche Einrichtungen der Daseinsvorsorge brauchen reinland-pfälzische Kommunen im Jahr 2030 und welche nicht mehr?

Um diesen Fragen künftig eine Antwort zu geben, wurde an der Technischen Universität Kaiserslautern im Fachbereich Raum- und Umweltplanung ein Leerstandsrisiko-Rechner unter der Leitung von Prof. h.c. Dr. Karl Ziegler entwickelt.

So können künftig auf Grundlage der Bevölkerungsvorausberechnungen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz Bedarfsveränderungen in wichtigen Bereichen der Daseinsvorsorge, z.B. Wohnen, Versorgung-Einzelhandel, soziale und technische Infrastruktur, automatisch berechnet werden. Die Daten sind bis zur Verbandsgemeinde-Ebene abrufbar.

 

Was will der Leerstandsrisiko-Rechner bewirken?

Die demografischen Veränderungen sind regional sehr unterschiedlich. Die Webseite gibt jeder Verbandsgemeinde und jedem Landkreis einen ersten Überblick über die – aus heutiger Sicht und mit einer 20-jährigen Perspektive – notwendigen Anpassungen. Der Leerstandsrisiko-Rechner ist ein Instrument, um Fakten für kommunale Entscheidungen bereitzustellen.

Die Entwicklungsagentur und der Fachbereich Raum- und Umweltplanung der Technischen Universität Kaiserslautern haben beim Leerstandsrisiko-Rechner die aktuellsten Bevölkerungsvorausberechnungen vom Statistischen Landesamt verwendet und Empfehlungen und Ratschläge von Landkreisen und Verbandsgemeinden berücksichtigt.

In den Jahren 2015 und 2016 waren Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltungen der Landkreise, kreisfreien Städte und Verbandsgemeinden zu Gesprächen zur Konzeption des Leerstandsrisiko-Rechners eingeladen. An den Workshops im November/Dezember 2016 in Koblenz, Trier, Kaiserlautern und Mainz nahmen rund 90 Fachleute aus Kommunalverwaltungen und die Entwickler teil. Auf Grundlage verschiedener Anregungen und Verbesserungsvorschläge wurde daraufhin der Leerstandsrisiko-Rechner weiter angepasst.

 

Für wen ist der Leerstandsrisikio-Rechner gedacht?

Die Webseite ist einfach, offen und selbsterklärend.

Jeder Leser erhält hier Hinweise, wie sich die demografische Veränderung in den kommenden Jahren (z.B. weniger Jüngere, mehr Ältere, mehr Betreuungs- und Pflegebedarf für Ältere, kleinere Einwohnerzahl, sinkende Steuereinnahmen der Kommunen) in einer Kommune (kreisfreie Stadt, Landkreis, Verbandsgemeinde)  auswirken kann. Die aktuellsten, allgemein zugänglichen statistischen Daten werden für Empfehlungen an kommunalpolitisch Interessierte genutzt.

 

Mit welchen Daten arbeitet der Leerstandsrisiko-Rechner?

Es werden die aktuellsten Daten verwendet. Der Leerstandsrisiko-Rechner basiert auf den aktuellsten, d.h. letztverfügbaren, Berechnungen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz. Zugrunde gelegt wird jeweils die „mittlere Variante“ der 4. regionalisierten Bevölkerungsvorberechnung vom 8.10.2015.

Link: https://www.statistik.rlp.de/gesellschaft-und-staat/bevoelkerung-und-gebiet/demografische-entwicklung/

 

 

Tschirschky, Susanne

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